
Am 9. Mai 2026 waren wir im Zukunftsraum Coburg, beim Inti Fest — eingeladen von Inti Raíces Latinoamericanas. Eli Flores hat uns geschrieben, ob wir mitkommen wollen. Wir haben gesagt: gerne.
Wir machen bei Casa Blumen unsere eigenen Sachen — Workshops, Drinks, kleine Veranstaltungen in Coburg. Aber wenn etwas Lateinamerikanisches in der Stadt passiert, schauen wir gerne vorbei. Auch als Gäste.
Wer hinter dem Inti Fest steht
Inti Raíces Latinoamericanas ist ein kultureller Verein in Coburg, getragen von Menschen aus zehn südamerikanischen Ländern: Peru, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Argentinien, Chile, Brasilien, Paraguay, Venezuela und Uruguay. Auf ihrer Website beschreiben sie sich so:
„Nuestra cultura no es un recuerdo del pasado: es una llama que sigue encendida y que iluminamos juntos en cada encuentro.“
(„Unsere Kultur ist keine Erinnerung an die Vergangenheit. Sie ist eine Flamme, die noch brennt — und die wir gemeinsam in jeder Begegnung am Leben halten.“)
Inti Raíces Latinoamericanas

Der Festival-Tag im Zukunftsraum
Am 9. Mai 2026, von 10 bis 18 Uhr, wurde der Zukunftsraum zur kleinen Botschaft Südamerikas. Papel Picado über den Köpfen. Fahnen aus Peru, Bolivien, Argentinien, Paraguay an den Wänden. Eine Tómbola auf einem Tisch, Lose für die Kinder. Familien, die sich auf Spanisch begrüßten. Geruch von Empanadas und Lomo Saltado aus der Küche. Im Hintergrund die Beats, die DJ Kenny gerade aufgelegt hat.
Eintritt war frei — donaciones bienvenidas. Wer wollte, gab etwas in die Spendenbox.

Wir hatten einen kleinen Tisch dabei — ein paar Sproß-Flaschengärten, ein paar Alebrijes aus Oaxaca. Mehr Geste als Bar.

DJ Kenny in der Kabine
Kenny hat den Tag gehalten. Wenn das Publikum gerade zwischen zwei Tanz-Auftritten in einer Pause saß, hat Kenny die Energie wieder hochgezogen, bevor jemand auf die Uhr geschaut hat. Salsa, Cumbia, Bachata, Reggaeton — was der Raum gerade gebraucht hat.
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Marinera Norteña
Das Herzstück des Tages war eine peruanische Tanzgruppe. Marinera Norteña ist der traditionelle Paartanz aus Nord-Peru — aus Trujillo, La Libertad — mit weißem Strohhut, rotem Pañuelo, und einer Wendigkeit, die durch Jahre des Übens kommt.
Was uns beeindruckt hat: diese Tänzer trainieren hier. In Oberfranken. Sie üben einen Tanz, der im 19. Jahrhundert an der peruanischen Pazifikküste entstanden ist, und bringen ihn auf eine Bühne in Coburg.

Die Menschen, die wir kennengelernt haben
Was wir an solchen Tagen am meisten lieben, sind die Gespräche zwischen den Sätzen.
Kinder, die zwischen den Tänzern hindurchrennen und das rote Pañuelo der Marinera-Tänzerin anstarren. Familien, die ihre Empanadas im Stehen essen. Studierende, die zum ersten Mal in den Zukunftsraum kommen. Latinas und Latinos, die sich seit Jahren in Coburg kennen — und Deutsche, die zum ersten Mal sehen, wie viel Südamerika hier mittlerweile wohnt.

Warum solche Tage in Coburg wichtig sind
Es passiert nicht oft in Coburg, dass südamerikanische Kultur einen ganzen Tag lang nicht erklärt werden muss. Dass Kinder, die hier geboren sind, ihre Eltern in traditioneller Tracht sehen — und es als selbstverständlich erleben.
Solche Tage entstehen nicht von selbst. Hinter dem Inti Fest stehen Wochen Vorbereitung, Stunden Tanz-Training, Familien, die das ganze Wochenende in der Küche standen.

Danke
- Inti Raíces Latinoamericanas · @intiraiceslatinoamericanas — für die Einladung und die Organisation.
- Die Tänzerinnen und Tänzer — für die Marinera-Auftritte.
- Die Küche — für Empanadas, Lomo Saltado und Co.
- Zukunftsraum Coburg — für den Raum, der genau dafür gebaut wurde.
- DJ Kenny · @dj_kenny_16 — für den Sound.
Wenn du Inti Raíces noch nicht kennst: @intiraiceslatinoamericanas auf Instagram.
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