Viva la Vida: Wie Kinder in Coburg wie Frida Kahlo gemalt haben

Veröffentlicht am: 21. März 2026

Von: Osvaldo Huerta

Wassermelonen-Limonade, Snack und Kunst — alles an einem Tisch.

„Viva la Vida“ — so hat Frida Kahlo ihr letztes Bild genannt. Wassermelonen, aufgeschnitten, leuchtend rot. Und genau dieses Motiv haben wir für unseren ersten Kinderworkshop bei Casa Blumen gewählt.

Ob das ambitioniert war für einen ersten Workshop? Ja, auf jeden Fall. Die Vorbereitung war chaotisch, es gab Planänderungen bis zur letzten Minute, und ehrlich gesagt wussten wir nicht genau, ob alles klappen würde. Aber am Samstag, dem 21. März, saßen zwölf Kinder vor ihren Leinwänden — und haben einfach losgemalt.

Ein Samstag voller Farbe

Die Leinwände stehen bereit.
Lizeth Galván Márquez bei der Anleitung.

Das Buckelwal Kindercafé in der Herrngasse hat uns den Raum gegeben — und das Vertrauen dazu. Jedes Kind hatte eine vorgezeichnete Leinwand (30 × 40 cm, Baumwolle) mit dem Wassermelonen-Motiv vor sich auf dem Tisch.

Lizeth Galván Márquez, mexikanische Künstlerin und Kunstpädagogin, hat den Workshop geleitet. Sie hat den Kindern kurz erklärt, wer Frida Kahlo war und was das Bild bedeutet — und dann ging’s los: Pinsel in die Hand, Farbe auf die Palette.

Der erste Pinselstrich.
Gemeinsam malen — Groß und Klein.

Acrylfarben in Rot, Grün und Schwarz. Pinsel in verschiedenen Größen. Und zwölf Kinder, die irgendwann komplett in ihrem Bild versunken waren.

Dazu gab es eine Wassermelonen-Limonade (alkoholfrei, frisch gemacht) und einen Wassermelonen-Snack, den meine Frau extra für diesen Tag vorbereitet hat. Wir wollten, dass alles zusammenpasst: das Motiv, der Geschmack, die Stimmung. Ob das beim ersten Mal perfekt geklappt hat? Nicht ganz. Aber die Richtung stimmt.

Der Wassermelonen-Snack — passend zum Thema.

Warum gerade Frida?

Frida Kahlo hat „Viva la Vida“ kurz vor ihrem Tod gemalt. Wassermelonen, aufgeschnitten, lebendig — und quer über das Fruchtfleisch steht: Viva la vida. Es ist kein trauriges Bild. Es ist trotzig, lebendig, und es geht ums Machen.

Genau das wollten wir für den Workshop: nicht über Kunst reden, sondern Kunst machen. Etwas auf die Leinwand bringen, was vorher nicht da war. Und für Kinder ist das sowieso das Natürlichste der Welt.

Konzentriert bis zum letzten Strich.
Auch die Eltern waren mittendrin.
Vier Bilder, vier Interpretationen.

Mehr als ein Bild

Jedes Kind hat am Ende sein fertiges Acrylbild mit nach Hause genommen. Ein echtes Bild, auf echter Leinwand, selbst gemalt.

Aber was mir an diesem Nachmittag am meisten aufgefallen ist: wie ruhig es zwischendurch wurde. Kinder, die sich normalerweise kaum stillhalten können, waren plötzlich voll konzentriert. Das passiert, wenn man mit den Händen arbeitet — egal ob man sechs oder sechzig ist.

Jedes Bild ein Unikat.
Ein Blick auf das eigene Werk.

Genau solche Erfahrungen wollen wir mit Casa Lab schaffen. Keine Kurse im klassischen Sinn — eher Nachmittage, an denen man etwas macht, das sich gut anfühlt.

Danke

Dieser erste Workshop war nicht perfekt. Es gab Hürden, die wir nicht erwartet hatten, und Änderungen, die uns viel Energie gekostet haben. Wir hatten auch keine Genehmigung, Eintritt zu verlangen.

Trotzdem wart ihr da.

Danke an das Buckelwal Kindercafé für den Raum und das Vertrauen. Ihr habt diesen Nachmittag möglich gemacht. Und danke an alle Eltern — nicht nur dafür, dass ihr eure Kinder mitgebracht habt, sondern auch für die Spenden, die wir gar nicht erwartet haben. Das hat uns gezeigt, dass wir weitermachen sollen.

Ihr wart die Ersten. Das vergessen wir nicht.

Wir bauen das Schritt für Schritt auf — mit mehr Erfahrung und besserer Planung. Der nächste Workshop wird besser, versprochen.

Habt ihr Ideen oder Wünsche für zukünftige Workshops? Schreibt uns: casablumen.com/kontakt

Bis bald,
Osvaldo & das Team von Casa Blumen

Nächste Veranstaltungen: casablumen.com/veranstaltungen

Die kleine Galerie am Ende des Nachmittags.

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